aubrunnen_Postkarte

Wasser ist Leben! Der Aubrunnen bleibt.

aubrunnen006

Warum BI Aubrunnen

Der Klimawandel ist deutlich spürbar und nicht zu leugnen. Die lebensnotwendigen Niederschläge nehmen drastisch ab. Als Folge sinkt der Grundwasserspiegel. Das Sommerhalbjahr 2015 war im Südwesten bereits sehr trocken. Im Mai und Juni 2016 regnete es zwar im Überfluss, aber von Juli 2016 bis März 2017 gab es kaum nennenswerte Niederschläge, dafür Sonne satt. Landwirte, Förster, Gärtner und Umweltbewusste schauen verzweifelt zum Himmel und auf die Wetterkarten: kein Regen in Aussicht. Was viele als schönes Wetter empfinden, ist eine Katastrophe für den Wasserhaushalt unseres Lebensraumes. Auch wenn Meteorolog*innen aus TV und Printmedien so tun, als handele es sich bei Regen um Schauergefahr und bei Wolken am Himmel um ein bedrohliches Wetterereignis, und sie „endlich Sonne“ verkünden. Wir haben ein Problem!

Und da will allen voran Boris Palmer, der Oberbürgermeister von Tübingen und Parteimitglied der (gefühlt ehemaligen) Umweltpartei Die Grünen samt Gemeinderat ein Trinkwasser-Schutzgebiet als unbedeutend herunterspielen und je nach Variante in großen oder etwas kleineren Flächen der industriellen Bebauung zur Verfügung stellen. Gewerbefreundliche so genannte Sachargumente verbreitet er zur Genüge. Zunächst sah es noch so aus, dass der Angriff auf das Wasserschutzgebiet Aubrunnen zu den Akten gelegt wird. Jetzt soll es möglichst schnell durchgepaukt werden zur Überraschung vieler überrumpelter Tübinger Bürger*innen.

Aus diesem Anlass hat sich am Weltwassertag (22. März 2017) die Bürgerinitiative (BI) Aubrunnen gegründet, die sich gegen das nicht nachhaltige Vorhaben der Tübinger Stadtregierung wehrt. Am darauffolgenden Mittwoch traf sich das BI-Organisationsteam zum ersten Mal im Büro Aktiv, wo es ab jetzt immer mittwochs um 19 Uhr zusammenkommen wird.

Wir, das sind besorgte Bürger*innen, die ihr sprachloses Entsetzen in Aktivitäten umwandeln und dieses umweltfeindliche Vorhaben verhindern wollen. Auch wenn der alte Aubrunnen, den es bereits seit 1905 gibt, zurzeit nur ein Reservebrunnen ist, sind wir der Meinung, dass er in seinem jetzigen Format nicht weiter angetastet werden darf. Auch der bisher streng geschützte Wald im Wasserschutzgebiet muss komplett erhalten werden. Und zwar jeder Baum! Weil er einen wichtigen Beitrag zur Kühlung des sich zunehmend aufheizenden Stadtklimas und zur Luftreinhaltung leistet. Unser Ziel ist die alternativlose Erhaltung der Wasserschutzzone, die im Laufe ihrer Geschichte bereits stückweise zugunsten von Gewerbe drastisch reduziert wurde. Ohne Wenn und Aber. Punkt!

Daher bitten wir alle, denen der Schutz des Aubrunnens wichtig erscheint, sich an unserem Kampf gegen die Übermacht des Wachstumsdogmas zu beteiligen, damit es kein Kampf gegen Windmühlenflügel wird und letztendlich die nachhaltige Vernunft zugunsten der Natur gewinnt.

Unterschreibt unsere Petition bei Change.org, die wir ins Internet stellen, unterschreibt die Listen, die im Löwen-Laden und im Fairen Kaufladen ausliegen, schreibt massenweise Leserbriefe, bringt euer Entsetzen und eure Missbilligung zum Ausdruck, kommt zu unseren Aktionen und ins Organisationsteam.

Ihr seid herzlich willkommen: mittwochs, 19 Uhr, Büro Aktiv. Verlasst die Komfortzone und unterstützt die BI Aubrunnen mit allen Mitteln, die euch zur Verfügung stehen. Macht mit! Sonst ist es vielleicht zu spät für den Aubrunnen.